Johannisbeer-Muffins

Zur Erinnerung an meine Großeltern und all die Sommer auf Haurupfeld

Der Sommer 2018 ist für mich einer der besten Sommer seit langem. Und das, obwohl ich erst im September Urlaub habe und Tag täglich im Büro schwitze. Neulich schlenderte ich bei meinem freitäglichen Wochenendeinkauf durch den Supermarkt und beim Obst viel mein Blick auf die roten Johannisbeeren. So knackig frisch und kräftig leuchtend. Mit lief das Wasser im Mund zusammen.

Johannisbeeren sind für mich der Inbegriff des Sommers und erinnern mich an unzählige unbeschwerte Sommer bei meinen Großeltern. Haurupfeld – mitten im nix. Felder, sowiet das Auge reicht. Ein Ortsname, der gleichzeitig der Straßenname ist und 10 Häuser bzw. Höfe im ganze dorf. Mehr nicht. Kein Geschäft, kein Briefkasten, keine Telefonzelle. Ca. 2,5 km bis zur nächsten Bushaltestelle.

Johannisbeerbüsche säumen das Beet im vorderen Garten. Eimerweise haben mein Opa und ich in den 90ern dort geerntet. Meine Oma kochte anschließend daraus Marmelade. So viel, dass wir das ganze Jahr davon essen konnten. So gehören richtige Sommer. Mit Sonnenschein von Juli bis September. Mit Johannisbeeren Pflücken, im Garten den Rasen wässern, planschen, Zelten im Garten, Abendelang draußen sitzen. Pure Glückseligkeit. So ist für mich der Sommer 2018. Absolute Kindheitserinnerung.

Ich bin mir sicher, dass es in meiner Kindheit auch verregnete Sommer gab oder die Johannisbeerernte mager ausfiel, aber gut daran erinnern kann ich mich nicht. Wenn ich zurückdenke, sehe ich nur die vollen Eimer im Sonnenschein. Zufrieden habe ich schon mehrere Tage an meinen Johannisbeeren aus dem Supermarkt genascht und sie werden und werden nicht weniger. Gleichzeitig kündigte sich mal wieder eine Frühstücksrunde an. Deshalb beschloss ich, dass eine mit dem anderen zu verbinden und die Johannisbeeren zu verbacken. Mit Muffins ist so ein Frühstück unter Freundinnen sogar noch besser.

Nun kann ich mich nicht mehr daran erinnern, dass auf Haurupfeld Johannisbeeren auch zum Backen genutzt wurden. Meine Oma hat nicht gern Kuchen gebacken. Trotzdem ist dieses Rezept für meine Großeltern und all die wunderbaren Sommer auf Haurupfeld.
Los geht’s.

Ergibt 6 Stück.
Nährwerte¹ (pro Stück): Kalorien:  148 kcal, Kohlenhydrate: 13 g, Fett: 9 g, Eiweiß: 4 g, Natrium: 96 mg, Zucker: 2 g.


Johannisbeer-Muffins


Quelle: Brigitte.de

Zutatenliste:

  • 120 g rote Johannisbeeren
  • 1 Ei
  • 40 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 30 ml Rapsöl
  • 40 g Naturjoghurt 1,5 % Fett
  • 50 g Weizenmehl Typ 405
  • 1/2 TL Backpulver
  • 25 g Speisestärke
  • 20 g gemahlene Mandeln

So wird's gemacht:

  1. Die Johannisbeeren waschen und von den Rispen lösen. Ich finde dies geht ganz gut mit den Fingern. Ihr könnt aber auch eine Gabel zur Hilfe nehmen.
  2. Das Ei mit Zucker, Vanillezucker und Salz etwas für 5 Minuten verquirlen.
  3. Rapsöl und Joghurt unterrühren.
  4. Mehl mit Backpulver mischen und hinzusieben. Speisestärke hinzugeben und unterrühren.
  5. 2/3 der Johannisbeeren vorsichtig unterheben.
  6. Den Teig gleichmäßig auf 6 Muffinförmchen aufteilen. Restliche Johannisbeeren darauf verteilen.
  7. Auf mittlerer Schiene ca. 20 Minuten backen.
  8. Danach auf einem Kuchenrost auskühlen lassen.
  9. Wenn ihr ein Muffinblech verwendet, die Muffins möglichst nach spätestens 5 Minuten aus dem Blech nehmen und auf das Kuchenrost setzen, damit die Muffins nicht schwitzen.


Die Johannisbeer-Muffins sind schön saftig von innen.

Die Teigmenge kann einfach verdoppelt werden, wenn ihr mehr Muffins backen möchtet.

Die Früchte können natürlich auch durch Kirschen oder Heidelbeeren etc. nach Belieben ersetzt werden.

Zum Schluss will ich auch natürlich den Beweis für die harte Arbeit bei der Johannisbeerernte nicht vorenthalten.

Johannisbeerernte Juli 1993 im Garten von Haurupfeld.

Guten Appetit wünscht Euch
Pia von Küchenkarma

1: Die Nährwerte berechne ich auf der Webseite von MyFitnessPal (http://www.myfitnesspal.de/recipe/calculator) und diese Angabe sind ohne Gewähr.

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