Fooddiary Lissabon

Fooddiary | 1. November 2017 | By

Auch wenn unserer letzter Lissabonurlaub nun schon einige Wochen zurück liegt, möchte ich es mir nicht nehmen lassen, ein Fooddiary Lissabon zu schreiben. Hier hatte ich bereits über die Umgebung von Lissabon geblogt. Ich liebe Fooddiaries total, obwohl es aus meiner Sicht sogar fast die aufwendigsten Blogposts sind. Gutes Essen gehört im Urlaub für mich einfach dazu und ich genieße es, im Rahmen von unseren Urlaubsvorbereitungen andere Blogs nach Empfehlungen zu durchstöbern. Hier also nun mein Fooddiary Lissabon. Viel Spaß!

Rooftop Bar Miradouro dos Terraços do Carmo

Wir besichtigen eine Sehenswürdigkeit, die wir auf Grund der langen Schlange 2013 nicht besichtig haben: den Elevador de Santa Justa. Wieder ist die Schlange lang, als wir uns unten anstellen wollen. Ich erinnere mich daran, das ein Arbeitskollege und großer Lissabonfan mir vor einiger Zeit den Tipp gab, dass man auch hoch lauf könne und mit dem Elevador runter fahren, da oben die Schlange kürzer sei. Ok, Stadtplan rausgeholt und zweimal rechts bergauf gelaufen und schon erreichen wir den oberen Teil des Elevadors mit seiner Aussichtsplattform. Diese ist über eine Treppe zu erreichen. Wir entscheiden und gegen eine Fahrt mit dem Aufzug nach unten (4 € und man sieht sowieso nichts, weil der Aufzug voll ist) und besteigen für 1,50 € die Plattform und genießen die tolle Aussicht.

Anschließend kehren wir an der Bar neben dem Elevador ein und genießen die Sicht auf den Elevador und das Castell. Natürlich haben sich die Preise hier aufgrund der Lage etwas gewaschen, aber es gibt ausreichend schattige Plätze, Loungemusik und herrlich erfrischend und abkühlende alkoholfreie Cocktails.

Miradouro dos Terraços do Carmo
1.
Nova do Almada 87
200-091 Lisboa

To Burger or not to Burger

Ein Ende des Burgertrends ist bekanntlich nicht in Sicht – Gott sei Dank! Ich esse gerne Burger in vielen Variationen und dies auch im Urlaub, wenn es ein gutes Burgerrestaurant gibt. Im Rahmen der Urlaubsvorbereitungen durchstöberte ich auch englischsprachige Blogs nach Fooddiaries für Lissabon und wurde hier bei Carrie von wish wish wish fündig. Und sie schwärmt sehr von nachfolgendem Restaurant.

Nachdem wir unsere Getränke auf der Rooftop Bar gelehrt hatten, schlendern wir zu To.B – To Burger or not to Burger. Wir sitzen draußen. Wir teilen uns vorweg die Kroketten, ein Muss, wie man auch in meinem spanischen Fooddiary gesehen hat. Und die Burger sind wirklich großartig, ebenso wie die Beilagen. Ich bestelle die Sweetpotatoe Chips, unsicher, ob es nun Pommes oder Chips sind – und es sicher fantastische Chips! Das ebenfalls deutsche Pärchen am Nachbartisch sieht diese und bestellt sie sofort auch. Dazu gibt es köstlichen hausgemachten Eistee.

To Burger or not to Burger
1.
Capelo 24
1200-442 Lisboa

Palacio Ciado

Nach unseren Burgern laufen wir zurück zum Bahnhof, um ins Hotel zu fahren. Aber Eis geht ja bekanntlich immer, besonders im Urlaub. Wie es der Zufall so will, laufen wir am Palacio Ciado vorbei. Dort gibt es auch Eis. Alles sehr chic und edel. Es gibt auch ein Cafe, eine Bar und ein Restaurant. Am Eingang bekommt man eine Karte, auf die der Verzehr geladen wird und die man am Ende am Ausgang abgibt und dann bezahlt. Das Eis ist teuer, die Kugel kostet weit über 1 € bzw. man bezahlt die Bechergröße. Ich entscheide mich für einen kleinen Becher mit zwei Sorten Eis; gesalzenes Karamell und Nuss. Ein Traum! Absolut großartig! Mit Abstand das beste Eis seit langem und eine absolute top Empfehlung! Trotz des Preises.

Palácio Chiado
1.
Alecrim 70
1200-018 Lisbon

The Descadente

Während der Urlaubsvorbereitungen bin ich auch auf der Suche nach einem etwas besonderen Restaurant, gern romantisch. Denn der Bierbaron und ich verbringen auch unseren Jahrestag in Lissabon. Dies möchten wir natürlich mit einem entsprechenden Essen feiern. Wie genau ich dieses Restaurant gefunden habe, weiß ich nicht mehr genau. Ich denke, ich habe „romantisches Restaurant Lissabon“ gegoogelt. Im Verlauf der Urlaubsvorbereitungen sehe ich, als ich schon längst einen Tisch reserviert habe, dass auch Anna Laura Kummer über dieses Restaurant geblogt hat.

Pica Pau: Es schmeckt viel besser als aus aussieht. 😉

Wir reservieren ca. 3 Wochen vorher per Email. Nachdem wir eine Telefonnummer angegeben haben, wird die Reservierung bestätigt. Mit dem Hinweis, dass der Tisch nach 2 Stunden wieder vergeben ist. Aber dies stört uns nicht; wir wollen nach dem Essen sowieso noch weiter. Sogar die Lage und Umgebung des Restaurants kennen wir schon.

The Descadente: Ente mit Gnocchi, Gemüse und Salbei.

Der Tag ist da, wir sind gespannt. Am Eingang müssen wir etwas warten, dass scheint hier üblich zu sein. Alles ist nett eingerichtet, etwas hip, etwas eng; die Tische stehen dicht beieinander. Doch das stört uns nicht. Man kann drinnen und draußen sitzen. Wir bestellen ausgefallene Cocktails, die gut gemixt sind. Vorweg gibt es für mich die hausgemachte Buttervariation und für den Herren das Pica Pau. Ein Gericht, dass uns endlich Frieden mit der portugiesischen Küche schließen lässt. Es ist eine Art Eintopf mit Fleisch, Senf und Pickles. Auch die Hauptspeisen sind vorzüglich.

Tipp: Unbedingt per Mail reservieren!

The Descadent
Rua Sao Pedro Alcantara 81
1250-238 Lissabon

Pavilhão Chinês

Eine Location die wir bereits 2013 besuchten ist der Pavilhão Chinês, von dem ich beim letzten Mal wahnsinnig beeindruckt war. Von oben bis unten vollgestopft mit gesammelten Zeugs. Krüge, Bilder, Modellzüge, Militariar, Abzeichen etc. Leider darf man hier nicht fotografieren. Wir sind vom Descadente hierher gebummelt, da es eine fußläufige Entfernung ist, um einen Abschlusscocktail zu nehmen. Zugegeben, ich hatte den Laden dunkler, schumriger und romantischer in Erinnerung. Dies war wohl der Zauber des ersten Besuches. Es ist früh, kurz nach 21 h und es ist nichts los. Trotzdem genießen wir unser Getränk. Es gibt vorwiegend klassische Cocktails (ab 9 €) sowie alkoholfreie Getränke und Snacks. Das Paar neben uns bestellt ein Sandwich und sieht damit sehr zufrieden aus. Auch wenn der Zauber etwas verflogen ist, kann man hier einfach sitzen und gucken, gucken, gucken.

Pavilhão Chinês
Dom Pedro V 89
1250-093 Lissabon

Pasteis de Belem

Ein letztes absolutes Muss für einen Besuch in Lissabon sind die Pasteis de Belem. Kleine Törtchen aus Blätterteig und einer Vanillepuddingcreme. Belem ist einer meiner liebsten Stadtteile in Lissabon und definitiv sehenswert.

Wir besuchen das Hieronimus Kloste, da wir es noch nicht gesehen haben. Danach laufen wir zu der berühmten Bäckerei Pasteis de Belem. Sie heißt wie das Gebäck. Der Andrang ist unfassbar groß. Drinnen im Cafe wie auch in der Schlange zum Mitnehmen. Wir entscheiden uns für 6 Stück, der Mann stellt sich an, damit ich Fotos machen kann. Es gibt noch viele andere Leckerei, die alle köstlich aussehen, doch dafür ist uns das Gedränge zu groß. Wir nehmen 6 Pasteis mit und schlemmen auf dem Balkon von unserem Hotelzimmer.

Pasteis de Belem
Rua de Belém 84 a 92
1300 – 085 Lisboa Portugal

Zum Vergleich kaufen wir nochmal Pasteis im Supermarkt. Sie kosten nur 1/3, schmecken aber nicht ansatzweise so gut wie das Original. Ein Besuch in Belem ist deshalb als Pflicht bei einem Lissabonbesuch.

Pasteis de Belem aus dem Supermarkt.

Pasteis de Belem aus dem Supermakt. Lecker, aber kein Vergleich zum Original.

Einen schönen Urlaub wünscht Euch
Pia von Küchenkarma

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